Auf der Hardt 15

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Aufnahmemodalitäten und Indikationen

Wann und für wen macht eine Aufnahme überhaupt Sinn?

Grundsätzlich können Menschen ab achtzehn Jahren mit einer psychischen Erkrankung und / oder einer Abhängigkeitserkrankung bei uns aufgenommen werden.

Indiziert ist eine Aufnahme dann, wenn andere rehabilitativere Maßnahmen gescheitert oder nicht sinnvoll sind und der betroffene Mensch zumindest auf absehbare Zeit nicht ohne den Schutz eines psychiatrischen Wohnheims leben kann.

Bei folgenden psychischen Erkrankungen können wir Hilfsangebote machen:

  • Menschen mit Persönlichkeitsstörungen, insbesondere emotional instabile Menschen (Schwerpunkt)

  • Menschen mit Persönlichkeitsstörungen in Verbindung mit Abhängigkeitserkrankungen (Schwerpunkt)

  • Menschen mit Abhängigkeitserkrankungen

  • Menschen mit Angststörungen

  • Menschen mit Zwangserkrankungen

  • Menschen mit Depressionen

  • Menschen mit Psychoseerkrankungen

  • Menschen mit Psychoseerkrankungen in Verbindung mit Abhängigkeitserkrankungen


Falls notwendig bieten wir die Möglichkeit der Aufnahme in unseren beschützten Wohnbereich, wenn entsprechende betreuungsrechtliche Gerichtsbeschlüsse (Basis:  §1906 BGB) vorliegen. Die meisten unserer Aufnahmen erfolgen im beschützten Wohnbereich und es erweist sich als hilfreich und motivierend für unsere Kunden, dass es immer die Perspektive des „offenen“ Wohnbereiches und auch des selbständigen ambulant betreuten Wohnens gibt. Vor allem hilft es unseren Kunden schon bei Aufnahme festzustellen, dass andere Menschen, die in ähnlicher Situation wie sie selbst waren, genau diesen Weg geschafft haben.

Im Vorfeld einer geplanten Aufnahme ist mindestens ein persönlicher Vorabberatungstermin nötig. Dieser findet bei uns in der Einrichtung statt. Sollte das nicht darstellbar sein, kommen wir auch gerne in die entsprechende Fachklinik.

Die Vorabberatungstermine finden immer mit unserer konzeptionellen Leitung und einer potentiellen künftigen Bezugsperson statt. Die Bezugsperson begleitet nach Aufnahme auch den Integrationsprozess in der Einrichtung.

Des Weiteren erbitten wir – vor allem bei beschützter Unterbringung – vorab um die Zusendung eines entsprechenden fachärztlichen Gutachtens, z. B. dessen, das der geplanten Unterbringung zugrunde liegt. Wir sichern vertraulichen Umgang und Datenschutz zu, das Gutachten ist für uns jedoch unabdingbar zur Einschätzung, ob und inwieweit wir ein geeignetes Hilfsangebot machen können oder wollen.

Hilfepläne vorheriger Anbieter sind für uns zur Beurteilung dieser Frage nicht ausreichend und nicht wirklich relevant, da ein Wechsel des Wohnsettings fast immer auch eine Veränderung des Hilfebedarfes mit sich bringt. Bestandteil aller Vorabberatungen ist von unserer Seite immer auch das genaue Abwägen von Quantität und Qualität dieses Hilfebedarfes.

Das kann allerdings durchaus auch dazu führen, dass wir zum Ergebnis kommen, kein stationäres Angebot bieten zu können, weil wir uns zu einer angemessenen Hilfe nicht im Stande sehen oder eine stationäre Hilfe in unserem Setting nicht für sinnvoll oder zielführend halten.

Es ist nie unser Bestreben und wir haben es nicht nötig, Plätze wahllos zu belegen, so dass Sie sich intensiver und seriöser Beratung absolut sicher sein können.

Wir freuen uns aufrichtig, wenn es gelingt eine alternative Lösung zu einem Wohnheimplatz zu erarbeiten oder Menschen zügig wieder in ambulante Hilfen zu vermitteln. Wir wissen, dass unsere Haltung mittlerweile allgemein bekannt und geschätzt ist und zu immer weiteren Anfragen führt.

Gerne weisen wir darauf hin, dass man auch bei den ambulanten Hilfen nicht auf unsere Fachlichkeit verzichten muss. Wir beraten Sie gerne auch zu unseren ambulanten Angeboten und verweisen auf unsere entsprechende Konzeption.

„In der Grenze liegt die Meisterschaft"

                                                             Johann Wolfgang von Goethe

Es gibt natürlich auch bei uns Grenzen. So wie gute Einrichtungen wissen, was sie können, so wissen sehr gute Einrichtungen in Goethes Sinn auch, was sie eben nicht können und handeln entsprechend. Insofern können wir folgenden Personengruppen leider nicht weiterhelfen:

  • Überwiegend pflegebedürftige Menschen und vergleichbar körperlich schwer beeinträchtigte Menschen (sollten Kunden im Laufe ihres Aufenthaltes bei uns pflegebedürftig werden, helfen wir gerne bei der Suche nach einem geeigneten Hilfsangebot

  • Menschen mit geistigen Behinderungen (in absoluten Ausnahmefällen möglich bei gleichzeitigem Vorliegen einer psychischen Erkrankung, sofern diese im Vordergrund steht)


  • Menschen mit Demenzerkrankunge

  • Menschen mit autistischen Behinderungen

  • Menschen, die Sexualstraftaten begangen haben, vollkommen ungeachtet der Ausprägung, der zurückliegenden Zeit und der Frage der Schuldfähigkeit

  • Menschen, die sich partout nicht helfen lassen wollen

Grundsätzlich können sich der Kunde selbst, der gesetzliche Betreuer, die behandelnde Fachklinik oder auch der Kostenträger der Maßnahme mit einer Aufnahmeanfrage an uns wenden. Wir benötigen im Vorfeld eine Kopie der Betreuungsurkunde des gesetzlichen Betreuers und bei beschützter Unterbringung den entsprechenden richterlichen Beschluss. 


Zur Finanzierung über persönliches Budget beraten wir im Rahmen der Vorabtermine persönlich und ausführlich.

Vorsorglich weisen wir darauf hin, dass vor einer geplanten Aufnahme auch nach der erfolgten Vorabberatung aufgrund der Vielzahl der Anfragen in der Regel Wartezeiten entstehen. Wir empfehlen insofern eine möglichst frühzeitige Kontaktierung. In diesem Zusammenhang weisen wir auch darauf hin, dass die Aufnahmereihenfolge von mehreren Faktoren abhängig ist, vor allem von der Dringlichkeit, aber auch von der regionalen Nähe.

Ihr Ansprechpartner für alle Aufnahmeanfragen ist der konzeptionelle Leiter der Einrichtung, Herr Ingo Klein.

Sie erreichen Herrn Klein am einfachsten per e – mail über: klein@hausaufderhardt.de oder telefonisch unter 02293/816570 (Empfang) oder 8165712 (Durchwahl).

Wir weisen darauf hin, dass die telefonische Erreichbarkeit aufgrund der Vielzahl an Gesprächsterminen mit Kunden, Betreuern und Angehörigen oder auch Mitarbeitern stark eingeschränkt ist und bitten um Ihr Verständnis. 
Die Bearbeitung der Aufnahmeanfragen per e – mail dauert in der Regel drei bis vierzehn Tage, wir melden uns aber in jedem Fall bei Ihnen.